Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur

Der Jugendfreiwilligendienst, der bislang in Form eines Freiwilligen Sozialen Jahres oder eines Freiwilligen Ökologischen Jahres absolviert werden konnte, wurde 2001 um das Freiwillige Soziale Jahr in der Kultur erweitert. Junge Menschen sollten etwas über die Hintergründe des Jugendfreiwilligendienstes in der Kultur erfahren, um zu sehen, dass das Engagement für die Kultur eine lohnenswerte Sache ist, die sich in der persönlichen Vita eines Menschen gut macht. Das Freiwillige Soziale Jahr in der Kultur bietet eine Menge eigener Entfaltungsmöglichkeiten. Wer kulturell interessiert ist, hat dadurch eine Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen im angestrebten Bereich zu sammeln und bereits einen Fuß in die Türe zu setzen, sollte der spätere Berufswunsch damit zusammenhängen.

Organisatorisches zum Freiwilligen Sozialen Jahr in der Kultur

Der Gesetzgeber spricht beim Freiwilligen Sozialen Jahr vom Jugendfreiwilligendienst. Dabei handelt es sich um ein freiwilliges, ehrenamtliches Engagement in bestimmten sozialen Bereichen, mittlerweile auch in der Kulturpflege. Die Dauer des Einsatzes kann zwischen sechs Monaten und zwei Jahren liegen. Neben dem Inlandsdienst sind auch noch Freiwilligendienste bis zu zwei Jahren im Ausland denkbar, wenn man sich beispielsweise für Hilfsprojekte einsetzt.

Um ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren zu können, muss die Vollzeitschulpflicht erfüllt sein. Das bedeutet für den Interessenten, dass er mindestens die neunte Schulklasse, in einigen Bundesländern sogar das zehnte Schuljahr, absolviert haben muss. Das Höchstalter, um für den Jugendfreiwilligendienst in Frage zu kommen, liegt bei 26 Jahren, das heißt das 27. Lebensjahr darf noch nicht vollendet sein.

In den meisten Fällen bekommt man ein symbolisches Taschengeld, und Kost und Logis zählen als beitragspflichtige Sachleistungen. Der Freiwillige ist übrigens in diesem Zeitraum sozialversichert, das heißt er sammelt damit Anwartschaften in der Rentenkasse, ist krankenversichert und arbeitslosenversichert. Somit ist das Freiwillige Soziale Jahr in der Kultur alles andere als eine verschenkte Lebenszeit, sondern vielmehr ein voll sozialversicherungspflichtiger Status.

Der junge Interessent muss sich ordentlich bewerben. Der bundesweite Bewerbungsschluss ist der 31. März eines Jahres. Der Start des Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur ist der 1. September des laufenden Jahres. Unter der Webadresse www.bewerbung.fsjkultur.de kann man sich bundesweit online bewerben. Dazu registriert man sich und stellt seine Beweggründe dar. Die Onlinebewerbungen werden gesichtet und im Auswahlverfahren werden die Bewerber bewertet. Wer es in die nächste Runde schafft, wird zu einem regionalen Vorstellungsgespräch bei den kommunalen Trägern eingeladen. Danach wird dem Interessenten in persönlicher Absprache eine geeignet Einsatzstelle vermittelt.

Damit die Chancen steigen, beim bundesweiten Auswahlverfahren angenommen zu werden, sollte auf alle Fälle ein starkes kulturelles Interesse vorhanden sein und die Bereitschaft, sich selbst in diesem Bereich einzubringen. Auch ist es gut, wenn man eigene Vorstellungen bereits mitbringt, wie man die Kulturarbeit durch den eigenen Einsatz bereichern möchte.

Aufgabenbereiche im Kulturbereich

Da die Kultur viele unterschiedliche Möglichkeiten bietet, sich für das Allgemeinwohl einzusetzen, und da Kulturarbeit ebenso wichtig ist, aber im Zuge von Sparmaßnahmen staatlich immer weiter eingeschränkt wird, ist da soziale Engagement in diesem Bereich besonders wichtig geworden. Hier kommt es besonders auf die Schnittstelle von integrativer Sozialarbeit und Kulturarbeit an, wie sie beispielsweise in soziokulturellen Projekten innerhalb der Jugendarbeit auftreten oder die der Integration verschiedener Kulturen dienen.

So vielseitig wie Kultur an sich ist, so vielseitig sind auch die Antwortmöglichkeiten auf diese Frage. Es kommt auf das Kulturprojekt selbst an. Zu den Bereichen eines Freiwilligen gehören operative Aufgaben wie der Ticketverkauf am Eintritt, organisatorische Durchführungen und dergleichen. Daneben können Freiwillige aber auch selbst Kulturprojekte mit entwickeln und durchführen. Und genau darin liegt für viele die eigentliche Herausforderung.

Fazit zum Freiwilligen Sozialen Jahr in der Kultur

Wer sich erfolgreich beworben hat und angenommen wurde, darf sich auf ein interessantes Jahr der Selbstverwirklichung freuen. Man gibt nicht nur etwas, man bekommt auch eine Menge. Zum einen sammelt man wertvolle Erfahrungen und lernt interessante Leute kennen, an die man sonst nicht herankommen würde. Vielleicht stellen sich dadurch auch neue Weichen für eine spätere Berufsausbildung. Das Freiwillige Soziale Jahr in der Kultur ist eine gute Sache, die für alle Beteiligten ein kultureller und intellektueller Gewinn ist. Dadurch dass das Freiwillige Soziale Jahr auf den Bereich Kultur ausgedehnt wurde, eröffnen sich dem Interessenten noch viel mehr Perspektiven, als es mit den bisherigen Bereichen möglich war. Jeder Theater-, Literatur- aber auch Musikinteressierte sollte ein Freiwillige Soziale Jahr in der Kultur für die persönliche Weiteentwicklung nutzen.



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